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		<title>Sarrazin: Im Nebel der Islamkritik</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 02:21:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Sarrazin, Sarrazin, Sarrazin. Ob Fernsehen, Radio, Print oder Internet. Alles arbeitet sich an diesem Mann ab, dessen Name klingt wie eine bittere Hustenmedizin. Er hätte es nicht besser einfädeln können: Das mediale Deutschland tanzt nach seiner Pfeife, diskutiert mit hochrotem &#8230; <a href="http://www.senfpresse.de/?p=618">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-09-02.JPG"><img title="Im Nebel der Islamkritik..." src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-09-02.JPG" alt="Im Nebel der Islamkritik..." width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Im Nebel der Islamkritik...</p></div>
<p>Sarrazin, Sarrazin, Sarrazin. Ob Fernsehen, Radio, Print oder Internet. Alles arbeitet sich an diesem Mann ab, dessen Name klingt wie eine bittere Hustenmedizin. Er hätte es nicht besser einfädeln können: Das mediale Deutschland tanzt nach seiner Pfeife, diskutiert mit hochrotem Kopf – und der Bundesbanker und Sachbuchautor lehnt sich wohlfeil zurück, legt hin und wieder eine Schippe seiner wirren wie provokanten Thesen nach und wärmt sich indes am glühenden, brodelnden bundesdeutschen Medienofen. Nichts hat Sarrazin dabei dem Zufall überlassen. Nachdem er in den Monaten zuvor durch die eine oder andere krude Äußerung in journalistische Diktiergeräte den (populistischen) Boden bereitet hatte, hat er nun das mediale Trommelfeuer genau am Ende des diesjährigen Sommerlochs gestartet, sodass auch der letzte entrüstungsfreudige Politiker rechtzeitig aus dem Urlaub zurückgekehrt ist und sämtliche Politredaktionen vollzählig zur Verfügung stehen. Begonnen hat es vergangene Woche: Die eigentümliche Allianz aus <em>Bild</em>-Zeitung und <em>Spiegel</em> verbreitete Vorabdrucke aus dem Buch „Deutschland schafft sich ab“, in dem Sarrazin ein seltsames biologistisch-chauvinistisches Horror-Szenario für die Zukunft Deutschlands entwirft, an dem sowohl die deutsche Unterschicht als auch die „muslimischen Migranten“ Schuld trügen. Die <em>Bild</em>-Zeitung veröffentlichte eine Woche lang täglich einen langen Ausschnitt und feierte den „Klartext-Politiker“. Der <em>Spiegel</em> druckte ein ganzes Kapitel in seiner Wochenausgabe. Um es mit dem Medienjournalisten <a title="Niggemeier über Sarrazin" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wie-der-focus-thilo-sarrazins-ehre-rettet/" target="_blank">Niggemeier</a> zu sagen: „Eine mächtigere Kombination von Medienpartnern ist kaum denkbar.“</p>
<p>Gut. Der Spiegel. Der ist auch nicht mehr das, was er einmal war. Besonders, wenn es um den Islam geht. Den scheinen die Erben Augsteins nämlich ganz besonders ins Herz geschlossen zu haben: In der Vergangenheit titelten sie regelmäßig reißerisch und immerzu auf schwarzem Grund, wenn es um den Islam ging (z.B. <a title="Heftcover auf spiegel.de" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/index-2006-38.html" target="_blank">Heft 38/2006</a>, <a title="Heftcover auf spiegel.de" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/index-2007-13.html" target="_blank">Heft 13/2007</a> und <a title="Heftcover auf spiegel.de" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/index-2007-52.html" target="_blank">Heft 52/2007</a>). Der große, ja meisterhafte Kabarettist Hagen Rether hat das einmal in einem Scheibenwischer-Auftritt folgendermaßen kommentiert: „Ein aufgeklärtes Nachrichtenmagazin ist tatsächlich dazu in der Lage, binnen weniger Monate immer mit schwarzem Titelbild über den Islam zu berichten. Rudolf Augstein rotiert im Grab. Das kannste bis Mekka hören!“ <span id="more-618"></span></p>
<p><strong>Ist irgendwer überrascht?</strong></p>
<p>Und jetzt Sarrazin. Kritiker aller Couleur ereifern sich, ihre Entrüstung kundzutun, die angebliche Wissenschaftlichkeit der Publikation in Zweifel zu ziehen, die Eignung Sarrrazins für Ämter und Mitgliedschaften in Frage zu stellen. Zu Recht. Aber warum geschieht dies erst jetzt? Ist es denn eine Überraschung, was der Mann dem öffentlichen Diskurs aufgetischt hat? Nach seinen unsäglichen Auslassungen über „<a title="Vgl. tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/inland/sarrazin112.html" target="_blank">Kopftuchmädchen</a>“ im September des letzten Jahres, spätestens aber nach seinem <a title="Vgl. spiegel.de" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,700031,00.html" target="_blank">Darmstädter Vortrag</a> vom Juni 2010, in dem er erklärte, Deutschland werde „auf natürlichem Wege durchschnittlich dümmer“, da ungebildete Einwanderer aus Afrika, der Türkei und dem Nahen und Mittleren Osten mehr Kinder als die deutsche Bevölkerung bekämen, spätestens hiernach hätte klar sein müssen, auf welchem Niveau und mit welchen Prämissen Thilo Sarrazin die Probleme unseres Landes zu deuten versucht. Spätestens hiernach hätte kein rotes Parteibuch mehr in seiner Nachttischschublade liegen dürfen und auch auf der Vorstandsetage der Bundesbank hätte er nichts mehr zu suchen gehabt. Die Bundesbank wiederholt zwar noch immer das <a title="Vgl. tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/inland/sarrazin170.html" target="_blank">Mantra</a>, Sarrazin spreche nur als Privatmann, seine Äußerungen stünden in keinem Zusammenhang mit seiner beruflichen Tätigkeit. Aber der Mann ist Bundesbeamte und hat einen Eid geschworen: Er <em>muss</em> das Grundgesetz wahren, dessen <em>erster</em> Paragraph die Unantastbarkeit der Menschenwürde garantiert. Ich weiß nicht, ob man solch eine Verpflichtung abends um sechs im Büro lassen kann, um anschließend davon zu schwadronieren, ein gewisser Bevölkerungsanteil würde „nicht ökonomisch gebraucht werden“ und müsse „sich auswachsen“.</p>
<p>Als hätten die Vorabdrucke seines Buches nicht schon ausgereicht, die von Sarrazin gewünschte Empörungswelle loszutreten, heizte er kurz vor dem offiziellen Verkaufsstart mit einem Interview in der <a title="Vgl. welt.de" href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article9255898/Moegen-Sie-keine-Tuerken-Herr-Sarrazin.html" target="_blank"><em>Welt</em></a> den Medienofen weiter auf, indem er von der genetischen Identität von Basken und Juden fabulierte. Spätestens da (aber zumeist auch schon vorher) schlug es 13 für Kommentatoren aus Presse und Politik. Thomas Steinfeld von der Süddeutschen <a title="Vgl. sueddeutsche.de" href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/thilo-sarrazin-die-guten-ins-toepfchen-die-schlechten-ins-kroepfchen-1.994024-2" target="_blank">urteilte</a>: „Thilo Sarrazin ist ein Rassist, und zwar in dem Maße, in dem er ganzen Volksgruppen die Tauglichkeit zur Beförderung Deutschlands in eine bessere Welt abspricht.“ Landes- und Fraktionschef der hessischen Grünen Tarek Al-Wazir <a title="Vgl. spiegel.de" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,714375,00.html" target="_blank">nannte</a> das Buch „rassistischen Unsinn“ und seinen Autor einen „zornigen alten Mann“, der Chef der türkischen Gemeinde, Kenan Kolat, <a title="Vgl. welt.de" href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article9246097/Tuerkische-Gemeinde-verlangt-Abberufung-Sarrazins.html" target="_blank">gestand</a> dem Bundesbanker immerhin noch „<em>intellektuellen</em> Rassismus“ zu. (Wer weiß, was das sein soll, aber „intellektueller Rassismus“ klingt für mich nach einem Oxymoron.) Gabriel nannte die Aussagen seines Noch-Parteikollegens „dämlich“ und „gewalttätig“. Der Zentralrat der Juden <a title="Vgl. tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/inland/sarrazin148.html" target="_blank">empfahl</a> Sarrazin indes von der SPD zur NPD zu wechseln, was Letztere tatsächlich ganz wunderbar fände. Wer soll ihn denn sonst aufnehmen, den Sarrazin? Die CDU <a title="Vgl. tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/inland/sarrazin156.html" target="_blank">will</a> ihn ja auch nicht mehr, denn, so Ruprecht Polenz, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, „latenter Rasismus ist mit christlichen Wertvorstellungen unvereinbar.“</p>
<p><strong>Sarrazins Thesen</strong></p>
<p>Latent? Zugegeben, ich habe Sarrrazins Buch nicht gelesen. Und da ich ohne Redaktion im Rücken  kein kostenloses Rezensionsexemplar bekomme, werde ich ihm diesen Gefallen auch nicht tun. Was einige Redaktionen (wie u.a. die <em><a title="Vgl. faz.net" href="http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~EE2D543295E12432A8CFFBDA3CE51C3D2~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">FAZ</a></em> und die <em><a title="Vgl. sueddeutsche.de" href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/thilo-sarrazin-die-guten-ins-toepfchen-die-schlechten-ins-kroepfchen-1.994024-2" target="_blank">Süddeutsche</a></em>) aus Sarrazins Buch zitieren, lässt vermuten, dass es darin sehr viel explizitere Passagen als in den Vorabdrucken zu geben scheint. Aber allein die Lektüre der <em>Spiegel</em>- und <em>Bild</em>-Auszüge genügen, um zu verstehen, in was sich Sarrazin da verstrickt hat.</p>
<p>Was also schreibt Thilo Sarrazin? Im <a title="Teil 1 auf bild.de" href="http://www.bild.de/BILD/politik/2010/08/23/thilo-sarrazin/deutschland-immer-aermer-und-duemmer.html" target="_blank">ersten Teil der <em>Bild</em>-Reihe</a> beginnt Sarrazin, wie ein ordentlicher Populist eben anfängt. Es ist die ewige Postulation, in Deutschland dürfe man etwas nicht sagen, das aber gesagt werden müsse. Es gäbe ein Tabu, ein Schweigeabkommen, einen unsichtbaren Knebel, eine mysteriöse Macht namens Politcal Correctness, die es beinahe unmöglich mache, etwas ungeschoren zu sagen. Eine uralte rhetorische Taktik, die kaum an Wirkungskraft verloren hat. Der Redner suggeriert, es gäbe eine eigentliche Wahrheit, die nur er auszusprechen wage, um einer ominösen schweigenden Mehrheit eine Stimme zu geben. Alle Kritik, die der Redner danach erwartungsgemäß auf sich zieht, ist demnach die Inquisition, die einem modernen Galileo Galilei mit dem Scheiterhaufen droht. Der einzige Haken an der Sache ist: Niemand hindert Sarrazin daran, so viele Bücher zu schreiben, wie er will. Er wird sich nur an den Widerspruch gewöhnen müssen, den er erntet. Wer sich im Zug aus dem Fenster lehnt, darf sich über den Fahrtwind nicht beschweren.</p>
<p>Sarrazin hält sich nicht lange auf mit kleinen Provokationen, wie etwa mit der Behauptung, einzig Italiener, Spanier und Portugiesen hätten als Gastarbeiter tatsächlich einen Beitrag zum deutschen Wohlstand geleistet, nicht aber die türkischen und marokkanischen Arbeiter. Vielmehr verpackt er schon in den kleinen bildhaften Vergleichen, die scheinbar stimmungsvoll seine Thesen umgeben, knallharte Propaganda: Der <a title="Teil 2 auf bild.de" href="http://www.bild.de/BILD/politik/2010/08/24/thilo-sarrazin/neues-buch-deutschland-schafft-sich-ab.html" target="_blank">zweite Teil der <em>Bild</em>-Reihe</a> leitet den Text mit einer scheinbaren historischen Deduktion ein. In der Geschichte habe schon immer ungesteuerte Immigration eine Gefahr für jeden Staat und jede Gesellschaft dargestellt. Deshalb habe der chinesische Kaiser die Chinesische Mauer erbauen lassen und die römischen Kaiser den Limes in Germanien. Ein gemeingefährlicher Vergleich. Beide Schutzwälle sollten die expansive, imperialistische Ausdehnung der jeweiligen Reiche absichern und waren nicht als Regulator von Zuwanderung konzipiert, sondern als militärische Bastion gegen verfeindete Völker. Und schon hier wird deutlich, mit viel Angst Sarrazin die Zuwanderung in die BRD sieht und wie viel Angst er darüber hinaus seinen Lesern vor den Zuwanderern machen will: Einwanderer sind für ihn vergleichbar mit verfeindeten Barbaren und wilden Reitervölkern, die jederzeit die legitime Herrschaft des Hegemons angreifen und zu Fall bringen könnten.</p>
<p><strong>Unwahrheiten, Unterstellungen und Ressentiments</strong></p>
<p>Natürlich verweilt Sarrazin nicht lange im Vagen und Bildhaften. Zwar meidet er im Vorabdruck unmittelbar rassistische Formulierungen, doch seine Argumentation ist eindeutig. Im <a title="Vorabdruck auf spiegel.de" href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,714082,00.html" target="_blank"><em>Spiegel</em>-Vorabdruck</a> behauptet er, „die enorme Fruchtbarkeit der muslimischen Migranten“ stellten „eine Bedrohung für das kulturelle und zivilisatorische Gleichgewicht im alternden Europa dar“, da sie rückschrittliche „Gesellschaftsbilder und Wertvorstellungen“ transportierten und mittels Fortpflanzung exponentiell verbreiteten. Diese Gesellschaftsbilder und Wertvorstellungen sind für Sarrazin dann auch der Grund für den „relative[n] Misserfolg der ökonomischen und kulturellen Integration der muslimischen Migranten“, eine These, die er mit einer ebenso geschickten wie haarsträubenden Argumentation zu untermauern versucht: Diejenigen, die behaupteten, ausbleibende ökonomische wie soziale Integration erklärten sich dadurch, dass überwiegend rückständige Landbevölkerung ins Land gekommen sei, hätten Unrecht. Denn es sei einfach generell immer die Landbevölkerung, die auswandere. Und da andere Migrantengruppen „aus Fernost oder Indien kommend“ sich ja bestens integrierten, sei diese Erklärung unzutreffend. Ebensowenig könne es an Diskriminierung seitens der Bevölkerungsmehrheit liegen, denn die eben erwähnten anderen Migrantengruppen sähen ja „noch fremdartiger“ [sic!] aus und hätten keine Probleme. Einzig und allein die spezielle Mischung aus „islamischer Religiösität und traditionellen Lebensformen“ erschwere die Integration, den Bildungsfortschritt und die Wahrscheinlichkeit einer Erwerbstätigkeit, zudem würden durch die mangelnde Emanzipation der Frau reihenweise Kinder in die Welt gesetzt, was gleichzeitig durch den Sozialstaat und seine Zuwendungen gefördert würde.</p>
<p>Haarsträubend. Ein Konglomerat aus Unwahrheiten, Unterstellungen und Ressentiments. Erstens: Sarrazin tut so, als wären „die muslimischen Einwanderer“ eine homogene Bevölkerungsgruppe. Er tut so, als gäbe es keine säkulär orientierten Türken oder Iraner oder Afghanen oder Iraker, als gäbe es keine Atheisten unter ihnen, als gäbe es keine gemäßigten, moderaten Muslime, als gäbe es keine zwar traditionell orientierten Gläubige, die aber dennoch fest auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, die jeden Tag zur Arbeit gehen und schwer arbeiten, damit ihre Söhne und Töchter die Schule, die Universität, die Ausbildung machen können, die sie sich wünschen. Ja, es gibt sie, jene, die sich nicht integrieren wollen, die verbohrt sind, die die Heirat ihrer Kinder arrangieren, die archaische Vorstellungen von Ehre und Moral hegen. Aber es gibt eben auch die Anderen und, ich habe hierfür keinen Nachweis, aber ich glaube doch, dass diese Anderen in der Mehrheit sind.</p>
<p>Und: Sarrazin tut so, als habe der Begriff „muslimische Migranten“ irgendeine Bedeutung. Dieser Begriff hat aber <em>keine</em> Bedeutung. Bei Türken, Irakern, Iranern und Afghanen handelt es sich um völlig verschiedene Einwanderergruppen mit völlig verschiedenen Voraussetzungen und einer jeweils spezifischen Einwanderungsgeschichte. Das <a title="Vgl. tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/inland/sarrazin154.html" target="_blank">spiegelt</a> sich auch im statistischen Bildungsniveau wider: Zwar hat die türkisch-stämmige Bevölkerung tatsächlich statistisch gesehen einiges nachzuholen, denn nur 7,8 Prozent von ihnen verfügen über ein Abitur. Bei Irakern, Iranern und Afghanen sieht es aber völlig anders aus, sie verfügen zu 15,2 Prozent über einen akademischen Grad, haben also Diploma u.ä., während die Deutschen bei 11,3 Prozent herumkrebsen. Dass der Islam irgendeinen Einfluss auf die Leistungsbereitschaft und den Bildungsgrad habe, ist also völliger Quark. Um es mit Hagen Rether zu sagen: „Früher hieß das Spiel &#8216;<em>Kanacken raus!</em>&#8216; und kam aus der Unterschicht. Heute heißt das Islamkritik und kommt von ganz oben.“ Streng genommen handelt es sich bei Sarrazins Quark also nicht um Rassismus, denn das Unterscheidungskriterium ist für ihn nicht die Hautfarbe. Er nimmt stattdessen einfach eine postulierte religiöse Zugehörigkeit als entscheidenden Parameter. Doch auch wenn wir es nicht Rassismus nennen können, der argumentatorische Mechanismus ist keinen Deut besser. Oder: Es ist das Gleiche drin, es heißt nur anders. Kulturalismus. Chauvinismus. Oder – wenn man der Wikipedia glauben mag &#8211; „<a title="Vgl. de.wikipedia.org" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus_ohne_Rassen#Kultureller_Rassismus" target="_blank">Kultureller Rassismus</a>“. Wie auch immer.</p>
<p>Zweitens: Es ist absoluter Unfug, nur arme, ungebildete Landbevölkerung gehe in die Emigration. Man denke nur an die deutsche Emigration der 30er und 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts! Als Deutschland dann nach dem Krieg zu Hauf Gastarbeiter ins Land schaffte, wollte man vor allem billige Arbeitskräfte für jene Arbeiten, für die sich die Deutschen zu Schade waren. Wer kam? Nicht ausschließlich, aber doch zu einem Großteil solche Menschen, die auch in ihrem Herkunftsland harte Arbeit mit ihren Händen und Armen und Beinen verrichtet hatten und dementsprechend meist ungebildet waren. Andere Einwanderungsströme, wie z.B. der <a title="Vgl. zeit.de" href="http://blog.zeit.de/schulblog/2010/08/26/thilo-sarrazin-die-intelligenz-und-die-einwanderer-was-sagt-die-forschung/" target="_blank">vietnamesische</a>, hatten dagegen völlig andere Zusammenhänge. Wie also schweigend über die Masse an Migranten hinweggehen, die keineswegs bildungsfern sind, die hohe Qualitifkationen vorzuweisen haben, die aber noch große Probleme haben, diese in Deutschland auf dem Arbeitsmarkt geltend zu machen. Nicht wegen Sprachproblemen oder Ähnlichem, sondern allein, weil die Politik es nicht für nötig <a title="Vgl. faz.net" href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E149C174D32B64A80AEF768BAB2386FCE~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">hält</a>, ein Anerkennungsverfahren zu etablieren, das auf internationalem Niveau mithalten könnte.</p>
<p>Drittens: Die Behauptung, gesellschaftliche Diskriminierung stelle kein Integrationshemmnis dar, ist so abstrus, dass man gar nicht glauben mag, dass sich jemand mit solch einer These bekleckern möchte. Es ist <a title="Vgl. tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/anonym100.html" target="_blank">bekannt</a>, dass allein ein ausländisch klingender Name die Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, deutlich verringert.</p>
<p>Viertens: Es ist bösartig, der Allgemeinheit der „muslimischen Einwanderer“ zu unterstellen, sie bekämen Kinder allein um der sozialstaatlichen Zuwendungen willen. Natürlich, solche Fälle gibt es. Aber, mit Verlaub, um sich auf solch eine Lebenseinstellung einzulassen, muss man nicht erst zum Islam übertreten. Auch Menschen mit christlichem oder gar keinem Glaubensbekenntnis lassen es sich auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung gut gehen. Schwarze Schafe gibt es überall.</p>
<p><strong>Sarrazin, der Eugeniker</strong></p>
<p>So weit, so schlecht. Ins Bodenlose fällt Sarrazins Pamphlet aber, wenn er sich in einem verworrenen Biologismus verirrt, den er als wissenschaftliche Tatsache verkaufen möchte. Die Menschen sind für ihn weitgehend statisch. Man kommt auf die Welt und man ist entweder zu Höchstleistungen geboren oder eben nicht. Umfeld, Elternhaus, Ausbildung, all das erscheint Sarrazin marginal. Im <a title="Vgl. bild.de" href="http://www.bild.de/BILD/politik/2010/08/23/thilo-sarrazin/deutschland-immer-aermer-und-duemmer.html" target="_blank">Wortlaut</a>: „Die sozialen Belastungen einer ungesteuerten Migration waren stets tabu, und schon gar nicht durfte man darüber reden, dass Menschen unterschiedlich sind – nämlich intellektuell mehr oder weniger begabt, fauler oder fleißiger, mehr oder weniger moralisch gefestigt – und dass noch so viel Bildung und Chancengleichheit daran nichts ändert.“ Und im <a title="Vgl. spiegel.de" href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,714082-2,00.html" target="_blank">Bezug</a> auf „muslimische Migranten“:  „Besorgniserregend ist, dass die Probleme der muslimischen Migranten auch bei der zweiten und dritten Generation auftreten, sich also quasi vererben“. Andersrum ausgedrückt <a title="Vgl. bild.de" href="http://www.bild.de/BILD/politik/2010/08/23/thilo-sarrazin/deutschland-immer-aermer-und-duemmer.html" target="_blank">fürchtet</a> er, „dass wir als Volk an durchschnittlicher Intelligenz verlieren, wenn die intelligenteren Frauen weniger oder gar keine Kinder zur Welt bringen“.</p>
<p>Synthetisieren wir das Vorangegangene: Er behauptet, muslimische Migranten wiesen unterdurchschnittliche Leistungen in verschiedenen Bereichen (Bildung, Erwerbstätigkeit, etc.) auf, reproduzierten sich aber biologisch in überdurchschnittlichem Ausmaß, weswegen auf Dauer das genetische Intelligenz-Potential zurückgehe, <a title="Diese Aussage findet sich nicht direkt in den Vorabdrucken, wird aber von Sarrazin gerne wiederholt. Vgl. bspw. welt.de" href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article9273445/Sarrazin-nach-kruden-Juden-Thesen-unter-Beschuss.html" target="_blank">da Intelligenz überwiegend erblich sei</a>. Logisch also, dass Sarrazin die Begrenzung der Zuwanderung <a title="Vgl. spiegel.de" href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,714082-3,00.html" target="_blank">fordert</a>. Mit seinen Prämissen redet er somit der Eugenik das Wort. Und steht damit endgültig am Rande der Rassentheorie.</p>
<p>Dass Sarrazin sich hier völlig verrannt hat, wird deutlich, hat man ihn am gestrigen Abend in <a title="Vgl. wdr.de (Sendung im Stream abrufbar)" href="http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2010/20100901.php5?akt=1" target="_blank">Hartaberfair</a> gesehen. Frank Plasberg kam im Verlauf der Sendung auf nicht wenige peinliche Details seiner Thesen, Theorien und Statisken zu sprechen. Unter anderem konfrontierte er Sarrazin mit der Tatsache, dass ausgerechnet die Psychologin Elsbeth Stern, die Wissenschaftlerin mit deren Name er gerne seine These der Intelligenzerblichkeit schmückte, nichts von Sarrazins (Fehl-)Interpretationen ihrer Forschung wissen will. Sie distanzierte sich ausdrücklich und bescheinigte dem Banker, er habe da das ein oder andere gründlich missverstanden. Sarrazins Reaktion: Stoisches Beharren.</p>
<p>Denn sähe Sarrazin ein, dass ein Mensch meist Produkt dessen ist, was sein bisheriges Leben ihn hat erfahren lassen &#8211; während Gene lediglich „ein Potenzial fest[legen], das mehr oder weniger gut ausgeschöpft werden kann“ (<a title="Vgl. zeit.de" href="http://blog.zeit.de/schulblog/2010/08/26/thilo-sarrazin-die-intelligenz-und-die-einwanderer-was-sagt-die-forschung/" target="_blank">Elsbeth Stern</a>) &#8211; ginge die Hälfte seiner Argumentation zu Bruch. Und damit das nicht passiert, treibt er es so weit, dass er auch vor Stilblüten nicht gefeit ist: In der <em>Bild</em>-Zeitung <a title="Vgl. bild.de" href="http://www.bild.de/BILD/politik/2010/08/27/thilo-sarrazin/es-waechst-eine-arbeitslose-unterklasse-heran.html" target="_blank">erinnert</a> er sich (ein wenig anbiedernd) an seine Schullaufbahn. Er sei in der Schule anfangs faul gewesen und sei dann mit einer Fünf in Latein sitzengeblieben. Daraus habe er gelernt, habe sich fortan in der Schule angestrengt und so seine (bisher) glänzende Laufbahn ermöglicht. Dann behauptet er: „Wären meine Eltern bildungsfern und Hartz-IV-Empfänger gewesen, so wäre ich diesen Weg wahrscheinlich auch gegangen, was weiß man schon mit 13 Jahren!“ Der <a title="Vgl. sueddeutsche.de" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/sarrazin-geht-zur-bundesbank-rechnen-und-abrechnen-1.486033" target="_blank">Sohn</a> eines Arztes und einer westpreußischen Gutsbesitzertochter behauptet, auch mit in Armut lebenden Eltern hätte er identische Vorraussetzungen gehabt. Das ist eitel, hochmütig, anmaßend, wohlfeil und falsch.</p>
<p><strong>„Wehe uns, wenn hier demnächst die Moscheen brennen.“</strong></p>
<p>Noch einmal: Der Mensch ist zu einem großen Teil Produkt dessen, was er in seinem bisherigen Leben erfahren durfte, während unsere Gene höchstens ein gewisses Potential determinieren, das nur unter bestimmten Voraussetzungen ans Tageslicht treten kann. Erhalten Menschen die Möglichkeit, ihre Potentiale zu entwickeln, ist es in den meisten Fällen so, dass sie dies auch tun werden und dass aus ihnen verantwortungsvolle, integere Menschen werden. Archaische Wertevorstellungen, Bildungsferne, Verweigerung und Kriminalität sind keine zwangsläufigen Effekte von Migration, in den meisten Fällen sind sie Produkt von Zurückweisung, mangelhaften Integrationsstrukturen, Mangel an Zukunftsperspektiven und Isolation. Es sind soziale Probleme, Unterschichtenprobleme, keine Einwandererprobleme. (Überhaupt sind Parallelgesellschaften und mangelnde Integration bei Weitem nicht allein ein Problem von Migranten. Inwiefern ist ein deutscher Neonazi aus Brandenburg, der abends auf Ausländerjagd geht, integriert in die deutsche Gesellschaft und ins deutsche Wertesystem?) Das alles ist keine Entschuldigung, es ist eine Erklärung. Viele mögen hierbei Begriffe wie „Sozialromantik“ oder „Multikultikuschelkurs“ auf den Lippen haben. Aber das zeugt lediglich von einem selektiven Gedächtnis: Über <a title="Vgl. bpb.de" href="http://www.bpb.de/themen/6XDUPY,5,0,Von_der_GastarbeiterAnwerbung_zum_Zuwanderungsgesetz.html#art5" target="_blank">Jahrzehnte</a> hat Politik wie Gesellschaft so getan, als gingen die lästigen Migranten schon von alleine wieder weg, wenn man sie nur lange genug ignorierte. Man hatte sie massenhaft ins Land geholt oder, um der Flüchtlingskonvention willen, ins Land gelassen. Man hatte sie in das eine oder andere Viertel untergebracht und sonst nicht weiter beachtet. Und Jahrzehnte später stehen Leute wie Sarrazin mit verschränkten Armen da und werfen den Einwanderern vor, sie hätten Parallelgesellschaften gebildet, sie sprächen unsere Sprache nicht, sie seien keine Deutsche geworden. Ist das fair?</p>
<p>Einfache Erklärungen sind manchmal richtig, aber meistens falsch. Und in einfachen Erklärungen sind die Schwachen stets die Dummen. Sarrazin trifft einen Nerv. Nach besagter Hartaberfair-Sendung konnten Zuschauer auf der <a title="Vgl. wdr.de" href="http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2010/20100901.php5?akt=1" target="_blank">Webseite</a> angeben, ob sie mit Sarrazins Thesen einverstanden seien oder nicht. 84 Prozent erklärten, sie stimmten Thilo Sarrazin zu (Stand 02.09.2009, 01:57 Uhr). Nicht zu Unrecht sehen manche eine sechste Partei am Horizont, eine Partei rechts von der CDU. Oder wie <a title="Vgl. sprengsatz.de" href="http://www.sprengsatz.de/?p=3476" target="_blank">Peter Spreng</a> es beschreibt: „[Eine] Partei der Zukunftsängstlichen und Vergangenheitsvergessenen, der  Traditionalisten und der Modernisierungsverlierer, der Homo- und  Islamphoben, der angeblich schweigenden Mehrheit, die sicher keine  Mehrheit ist.&#8221; [Absatz editiert 02.09.10, 16:18. Vgl. Kommentar Nr. 3]</p>
<p>Hagen Rether schloss damals seinen Scheibenwischer-Auftritt mit den Worten: „Wehe uns, wenn hier demnächst die Moscheen brennen. Dann will&#8217;s wieder keiner gewesen sein.“</p>
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		<title>Ein kleines Tutorial für das WordPress-Theme Twentyten</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 23:01:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist geschafft: Die Senfpresse hat ein neues Theme. Es basiert auf Twentyten, das seit WordPress 3.0 das neue Standard-Theme ist. Im Vergleich zum Vorgänger, dem Kubrick-Theme, auf dem auch alle vorherigen Senfpresse-Themes basierten, bietet Twentyten viele, nette, neue Features. &#8230; <a href="http://www.senfpresse.de/?p=504">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A:link { so-language: zxx } --></p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-08-26.JPG"><img class=" " title="Entwurf Nummer Eins" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-08-26.JPG" alt="Entwurf Nummer Eins" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Entwurf Nummer Eins</p></div>
<p>Es ist geschafft: Die Senfpresse hat ein neues Theme. Es basiert auf <a title="Twentyten auf wordpress.org" href="http://wordpress.org/extend/themes/twentyten" target="_blank">Twentyten</a>, das seit <a title="WordPress 3.0 auf wordpress.org" href="http://wordpress.org/news/2010/06/thelonious/" target="_blank">WordPress 3.0</a> das neue Standard-Theme ist. Im Vergleich zum Vorgänger, dem <a title="Kubrick auf wordpress.org" href="http://wordpress.org/extend/themes/default" target="_blank">Kubrick-Theme</a>, auf dem auch alle vorherigen Senfpresse-Themes basierten, bietet Twentyten viele, nette, neue Features. Trotzdem ist es unter bestimmten Voraussetzungen nicht ganz einfach, das Theme an die jeweiligen Bedürfnisse eines Bloggers anzupassen. Leute, die wie ich keine ausgewiesenen Webdesign-Experten sind, sind in solchen Fällen auf das große, weite Internet angewiesen und auf Leute, die darin über ähnliche Probleme und ihre individuellen Lösungswege berichten. Da ich große Mühe hatte, entsprechende, detaillierte Lösungsvorschläge zu finden, stelle ich hier einmal meinen persönlichen Lösungsweg ins Netz. Sowohl für den Otto-Normal-Surfer als auch für den WordPress-Nerd wird das Folgende eher weniger interessant sein, aber vielleicht hilft es dem ein oder anderen, der hier googlenderweise vorbeistolpert&#8230; (Achja: Natürlich gibt es keine Gewähr auf irgendetwas.)<span id="more-504"></span></p>
<p>Im Gegensatz zum vorherigen Theme bietet Twentyten weitreichende Möglichkeiten, Anpassungen des Designs (Header, Hintergrundbild, CSS-Style, …) bequem aus dem WordPress-Dashboard heraus vorzunehmen. Jedem, der das kann und dem das ausreicht, sei geraten, genau das zu tun, also einfach im Dashboard im Appearance-Menü den selbsterklärenden Anweisungen zu folgen. Allerdings gibt es den ein oder anderen Fall, in dem das nicht möglich ist. Wenn beispielsweise der Server eine restriktivere Rechte-Einstellung hat und WordPress die integrierten Uploadfunktionen nicht ausführen kann oder man schlicht darauf steht, sowas selbst in die Hand zu nehmen, muss ein anderer, etwas „altmodischerer“ Weg gefunden werden. (Im ersten Fall könnte man natürlich auch die Rechte-Einstellungen auf dem Server ändern. Ich kenne mich damit nicht sonderlich aus, würde davon aber instinktiv die Finger lassen. Immerhin werden diese Einstellungen nicht grundlos voreingestellt sein.) Also los:</p>
<p>1. Wir öffnen den Ordner der WordPress-Installation auf dem Server per FTP-Client und rufen dort den Theme-Ordner auf (<em>wp-content/themes</em>). Jedes Theme hat dort seinen eigenen Ordner und der Ordner des Twentyten-Themes heißt überraschenderweise <em>twentyten</em>. Wir kopieren uns den <em>twentyten</em>-Ordner auf den Desktop. Den FTP-Client können wir erst einmal wieder schließen, wir brauchen ihn erst am Ende wieder.</p>
<p>2. Auf dem Desktop liegt jetzt also unsere Vorlage. Wir werden aus dem Orginal-Twentyten-Theme ein Child-Theme erstellen. Das hat zum einen den Vorteil, dass das Orginal-Theme erhalten bleibt und man es weiterhin als Theme oder als Vorlage für ein neues Child-Theme verwenden kann. Zum anderen können Änderungen am Theme nicht von späteren Upgrades überschrieben werden. Also geben wir dem Ordner auf dem Desktop einen neuen Namen, sagen wir: <em>Mein-schönes-Katzenblog-Theme</em>.</p>
<p>3. Zunächst wollen wir ein individuelles Header-Bild (das große Banner über dem Blog) in das Theme einfügen. Dazu haben wir natürlich schon längst in einem Bildbearbeitungsprogramm (z.B. <em><a title="Gimp auf de.wikipedia.org" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gimp" target="_blank">Gimp</a></em>) einen Header erstellt. Er muss exakt 940 Pixel breit und 198 Pixel hoch und im JPG-Format  abgespeichert sein. Wer möchte, kann auch noch ein Thumbnail (Mini-Version der Grafik für die verkleinerte Ansicht) davon anfertigen, damit es später entsprechend im Appearance-Menü angezeigt wird. Dazu den Header einfach noch einmal neu abspeichern und auf 230 Pixel Breite und 48 Pixel Höhe skalieren.</p>
<p>(Nebenbei: Leider genügt es nicht, Header und Thumbnail einfach in den entsprechenden Ordner abzulegen und dann aus dem Dashboard heraus im Appearance-Menü auszuwählen. WordPress scheint beim normalerweise vorgesehenen Upload aus dem Appearance-Menü heraus die hochgeladenen Grafiken im PHP-Code zu registrieren, ich vermute in der <em>functions.php</em>. Wer über PHP-Kenntnisse verfügt, kann das sicherlich manuell nachbauen, was dann äußerst elegant wäre. Es geht aber auch einfacher.)</p>
<p>Im Theme-Ordner befindet sich der Unterordner <em>images</em> und darin der Unterordner <em>header</em>. Überraschenderweise sind dort sämtliche vorinstallierten Header abgelegt. Von diesen vorinstallierten Headern suchen wir uns einen aus, z.B. den Sonnenuntergang namens <em>sunset.jpg</em> und sein Thumbnail <em>sunset-thumbnail.jpg</em>. Diese beiden Dateien benennen wir um, z.B. in <em>sunsetORGINAL.jpg</em> und <em>sunset-thumbnailORGINAL.jpg</em>. Danach kopieren wir unseren eigenen Header samt Thumbnail in den <em>header</em>-Ordner und geben ihm den Namen <em>sunset.jpg</em> bzw. <em>sunset-thumbnail.jpg</em>. Fertig. Später wird im Appearance-Menü unser Header sichtbar und wir können ihn problemlos auswählen.</p>
<p>4. Soweit, so einfach. (Und gegenüber dem Kubrick-Theme hat sich an der Vorgehensweise nicht viel geändert.) Ein klein wenig komplexer wird es, wenn wir das Stylesheet anpassen wollen. (Und das sieht natürlich ganz anders aus als im Kubrick-Theme.) Das Stylesheet ist, vereinfacht gesagt, die Formatvorlage für den Blog, die nicht nur Schriftarten und Farben vorgibt, sondern auch die Positionen der Objekte beeinflusst. Wir wollen nun zwei sehr simple Dinge tun: Zum einen steht im Standard-Twentyten-Theme über dem Header der Blogtitel als HTML-Schriftzug. Das ist nicht weiter schlimm oder sogar wünschenswert, wenn wir den Blogtitel nicht in den Header eingebaut haben. Sollte das aber der Fall sein, ist die Doppelung unschön. Außerdem wollen wir die Farben und das Verhalten der Links ändern. Also los: Das zentrale Stylesheet liegt im Theme-Ordner und heißt <em>style.css</em>. Wir fertigen davon eine Sicherheitskopie an (<em>style.css</em> markieren, strg+c und dann wieder strg+v, fertig), dann öffnen wir <em>style.css</em> in einem Editor (z.B. <em><a title="Gedit auf de.wikipedia.org" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gedit" target="_blank">Gedit</a></em>).</p>
<p>5. Im Folgenden werden wir ein bisschen im Code arbeiten. Leider habe ich  gerade keine Möglichkeit, den Code hier korrekt anzuzeigen. In  Wirklichkeit sind die Klammern und der Klammerinhalt immer mit Absätzen  getrennt. Werden in der Klammer mehrere Eigenschaften festgelegt, sind  diese ebenfalls durch Absätze getrennt. Es tut mir wirklich leid, dass  die Übersichtlichkeit hier so leiden muss, aber ich denke, wenn ihr das  Stylesheet vor euch habt und es mit den Angaben hier abgleicht, wird  trotzdem klar, was gemeint ist. Behaltet in jedem Fall immer die  Struktur des Codes bei!</p>
<p>Also: Ganz oben in <em>style.css</em> steht nach <em>Theme Name</em> noch der Name des Orginalthemes, nämlich <em>Twentyten</em>. Den müssen wir ändern, sonst können wir die Themes später im Appearance-Menü nicht auseinanderhalten. Wir ersetzen <em>Twentyten</em> also mit <em>Mein-schönes-Katzenblog-Theme</em>. Danach scrollen wir herunter zum Abschnitt  <em>/* =Global Elements. </em>Dort steht an erster Stelle:</p>
<blockquote><p>body { background: #f1f1f1; }</p></blockquote>
<p>Das bedeutet, dass der Hintergrund des Blogs hinter dem weißen Schriftfeld die Farbe <em>#f1f1f1</em> haben soll. Das ist eine Farbe, die Menschen allgemein als „Hellgrau“ identifizieren würden. Der Fachmann nennt diese Form der Farbbezeichnung „hexadezimale Farbdefinition“. Die <a title="Hexadezimale Farbdefinition auf de.wikipedia.org" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hexadezimale_Farbdefinition" target="_blank">Wikipedia</a> und <a title="Hexadezimale Farbdefinition auf selfhtml.org" href="http://de.selfhtml.org/html/allgemein/farben.htm" target="_blank">Selfhtml.org</a> bieten zahlreiche Materialien, mit deren Hilfe man die gewünschte Farbe in eine hexadezimale Farbdefinition übersetzen kann. Oft bieten auch Bildbearbeitungsprogramme entsprechende Features. Im Opensource-Programm <em>Gimp</em> beispielsweise gelangt man mit einem Doppelklick auf die Vorder- und Hintergrundfarbauswahl im Werkzeugkasten auf eine Art Farb-Generator, der jede Farbe im entsprechenden Code angibt. Umgekehrt kann man dort auch einen Code eingeben und <em>Gimp</em> zeigt an, um welche Farbe es sich handelt. In unserem Beispiel wollen wir den Bloghintergrund einfach in schlichtes Weiß tauchen. Und völlig weißes Weiß besitzt praktischerweise den Code <em>#ffffff</em>. Entsprechend sollten wir den Abschnitt in unserem Stylesheet ändern:</p>
<blockquote><p>body { background: #ffffff; }</p></blockquote>
<p>Etwas weiter unten, aber noch im gleichen Abschnitt, steht Folgendes:</p>
<blockquote><p>a:link { color: #0066cc; }</p>
<p>a:visited { color: #743399; }</p>
<p>a:active, a:hover { color: #ff4b33; }</p></blockquote>
<p>Dieser Code bestimmt, wie sich Links verhalten sollen. <em>a:link</em> sind Links, die vom Besucher noch nicht besucht worden sind. Sie sollen die Farbe <em>#0066cc</em> haben (Blau). Außerdem, da der Code nichts gegenteiliges definiert, werden sie immer unterstrichen sein. <em>a.visited</em> sind Links, die der Besucher bereits angeklickt hat. Sie sollen die Farbe <em>#743399</em> haben (Lila), auch sie werden unterstrichen sein. <em>a:active</em> und <em>a:hover</em> werden gemeinsam definiert. Ersteres definiert das Verhalten der Links in dem Moment, in dem sie angeklickt werden, Letzteres definiert das Verhalten der Links in dem Moment, in dem der Maus-Curser über sie drüber fährt. Hier ist definiert: Wenn die Maus über den Link fährt, soll er die Farbe <em>#ff4b33</em> (Rot) annehmen. Wenn auf den Link geklickt wird, soll sich die Farbe nicht ändern. Die Links sollen stets unterstrichen bleiben. Jetzt wollen wir aber etwas ganz anderes. Unser Header ist nämlich Kätzchen-Braun (<em>#d2b183</em>) und die unbesuchten Links sollen genau diese Farbe haben, aber nicht unterstrichen sein. Damit sähe der erste Abschnitt so aus:</p>
<blockquote><p>a:link { color: #d2b183; text-decoration: none; }</p></blockquote>
<p>Der Farb-Code wurde ausgetauscht und wir haben <em><a title="Vgl. selfhtml.org" href="http://de.selfhtml.org/html/verweise/definieren.htm#gestalten" target="_blank">text-decoration: none;</a> </em>unter die Farbdefinition gesetzt, was die Unterstreichung der Links verhindert. Wenn der Link nun schon angeklickt wurde, soll er ein etwas dunkleres braun bekommen und weiterhin nicht unterstrichen sein. Das sähe dann so aus:</p>
<blockquote><p>a:visited { color: #ae9776; text-decoration: none; }</p></blockquote>
<p>Wenn die Maus über den Link fährt, soll der Link, sagen wir, giftgrün (<em>#00f83a</em>) werden, außerdem soll er unterstrichen sein. Wenn der Besucher auf den Link klickt, soll er sich aber nicht weiter verändern (andernfalls müssten wir <em>a:active</em> und <em>a:hover</em> getrennt definieren). Das sähe dann so aus:</p>
<blockquote><p>a:active, a:hover { color: #00f83a; }</p></blockquote>
<p>Der nächste Abschnitt im Stylesheet heißt <em>/* =Header</em>. Darin steht folgender Code:</p>
<blockquote><p>#header { padding: 30px 0 0 0; }</p>
<p>#site-title { float: left; font-size: 30px; line-height: 36px; margin: 0 0 18px 0; width: 700px; }</p>
<p>#site-title a { color: #000; font-weight: bold; text-decoration: none; }</p>
<p>#site-description { clear: right; float: right; font-style: italic; margin: 14px 0 18px 0; width: 220px; }</p></blockquote>
<p>In <em>#site-title</em> und <em>#site-description</em> wird festgelegt, wie der Blogtitel und der Untertitel dargestellt werden sollen. Und wir hätten gern, dass er <em>nicht</em> dargestellt wird. Um das zu erreichen, gibt es verschiedene Methoden. Die einfachste ist, Titel und Untertitel so weit links zu positionieren, dass sie ganz sicher auf keinem Bildschirm mehr angezeigt werden. Dazu nutzen wir den Parameter <a title="Vgl. selfhtml.org" href="http://de.selfhtml.org/css/eigenschaften/ausrichtung.htm#text_indent" target="_blank"><em>indent</em></a>. Wir fügen unter <em>#site-title</em> und <em>#site-description</em> die Zeile <em>text-indent: -999em;</em> ein. Das <a title="Zur Einheit &quot;em&quot; vgl. selfhtml.org" href="http://de.selfhtml.org/css/formate/wertzuweisung.htm#numerische" target="_blank">bedeutet</a>, das jeweilige Element soll um 999 Buchstabenbreiten nach links verschoben werden. Das sieht dann so aus:</p>
<blockquote><p>#header { padding: 30px 0 0 0; }</p>
<p>#site-title { float: left; font-size: 30px; line-height: 36px; margin: 0 0 18px 0; width: 700px; text-indent: -999em; }</p>
<p>#site-title a { color: #000; font-weight: bold; text-decoration: none; }</p>
<p>#site-description { clear: right; float: right; font-style: italic; margin: 14px 0 18px 0; width: 220px; text-indent: -999em; }</p></blockquote>
<p>6. Das war&#8217;s. Wir speichern unsere Änderungen und laden den gesamten <em>Mein-schönes-Katzenblog-Theme</em>-Ordner im FTP-Client in den <em>themes</em>-Ordner unserer WordPress-Installation auf dem Server. Wir schließen den FTP-Client und loggen uns im WordPress-Dashboard ein. Dort steuern wir das Appearance-Menü an, wo das <em>Mein-schönes-Kathenblog-Theme</em> aufgeführt sein sollte. Wir wählen es aus und aktivieren es. Sobald es aktiviert ist, klicken wir links auf den Menü-Punkt <em>Header</em>. Dort wählen wir unseren Header aus (der eventuell fälschlicherweise <em>Sunset</em> heißt) und klicken unten auf <em>Save changes</em>. Fertig. Ausloggen und bewundern.</p>
<p>7. Eventuell gibt es noch ein kleines Problem: Ich musste feststellen, dass sämtliche Fotos, die ich in meinen Posts eingebunden hatte, über den Rand der grauen Hintergrundrahmen hinausragten. Ich vermute, das liegt daran, dass ich die Fotos im alten Theme mit 70% der Orginalgröße eingebunden hatte. Der Rahmen schien sich an die 70% zu halten, während die Fotos in Orginalgröße dargestellt wurden. Ein etwas mühsamer aber funktionierender Lösungsweg: Man gehe in jeden einzelnen Post, klicke auf das Foto und öffne das zugehörige Bearbeitungsfenster. Dort wähle man die Karteikarte <em>Advanced Settings</em>, wo man die Bildgröße auf Orginalgröße setzen kann. Hat man diese Einstellung gespeichert (im Foto-Bearbeitungsfenster UND im Post), ist das Problem behoben. Wenn man das mit allen Fotos macht, die man je gepostet hat, steht man zwar kurz vor einer Sehnenscheidenentzündung. Aber die Rahmen stimmen dann wieder.</p>
<p>So. Das war&#8217;s. Ich hoffe, das hier ist irgendwann irgendwem von Nutzen.</p>
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		<title>Gute Nacht</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 02:33:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer in den vergangenen Stunden hier unterwegs war, hat vielleicht mitbekommen, dass das neue Theme der Senfpresse etwas störrisch ist. Nach einer Nacht mühsamer CSS- und PHP-Fummelei sieht es nun  zwar schon halbwegs fertig aus. Hie und da müssen aber &#8230; <a href="http://www.senfpresse.de/?p=464">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer in den vergangenen Stunden hier unterwegs war, hat vielleicht mitbekommen, dass das neue Theme der Senfpresse etwas störrisch ist. Nach einer Nacht mühsamer CSS- und PHP-Fummelei sieht es nun  zwar schon halbwegs fertig aus. Hie und da müssen aber noch Dinge nachgebessert werden. Und bevor ich jetzt irgendeinen Mist zusammenschraube, verschiebe ich die Fehlersuche lieber auf morgen&#8230;</p>
<p>Bis dahin, eine gute Nacht liebes Internet.</p>
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		<title>Heimkehr</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 14:39:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-16.1.JPG"><img class="  " title="Blätterschatten" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-16.1.JPG" alt="Blätterschatten" width="400" height="598" /></a><p class="wp-caption-text">Blätterschatten</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-16.2.JPG"><img class="  " title="Himmel mit Flugzeug und Bäumen" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-16.2.JPG" alt="Himmel mit Flugzeug und Bäumen" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Himmel mit Flugzeug und Bäumen</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-16.4.JPG"><img class="  " title="Teurer Chinakohl" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-16.4.JPG" alt="Teurer Chinakohl" width="400" height="598" /></a><p class="wp-caption-text">Teurer Chinakohl</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-16.5.JPG"><img class="  " title="Nacht 1" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-16.5.JPG" alt="Nacht 1" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Nacht 1</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-16.6.JPG"><img class="  " title="Nacht 2" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-16.6.JPG" alt="Nacht 2" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Nacht 2</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-16.7.JPG"><img class="   " title="Nacht 3" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-16.7.JPG" alt="Nacht 3" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Nacht 3</p></div>
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		<title>Kleiner WM-Hitzeschaden</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 00:59:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist heiß. Wahnsinnig heiß. Wer Glück hat, konnte Büro oder Hörsal längst entkommen, packt bereits Urlaubskoffer oder gibt gerade die letzte Klausur vor den Semesterferien ab. Wer Pech hat, dämmert bei über 30 Grad am Schreibtisch vor sich hin. &#8230; <a href="http://www.senfpresse.de/?p=454">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A:link { so-language: zxx } --></p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-13.JPG"><img class="    " title="Nach der WM..." src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-13.JPG" alt="Nach der WM..." width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">...und die Fans gehen nach Hause...</p></div>
<p>Es ist heiß. Wahnsinnig heiß. Wer Glück hat, konnte Büro oder Hörsal längst entkommen, packt bereits Urlaubskoffer oder gibt gerade die letzte Klausur vor den Semesterferien ab. Wer Pech hat, dämmert bei über 30 Grad am Schreibtisch vor sich hin. Wenn man sich nicht schon eine fiese Erkältung von der Klima-Anlage geholt hat, die der übergewichtige, beinahe herzkaspernde Kollege nebenan immer auf sibirische Temperaturen dreht.</p>
<p>Wer kann, schlappt in Flip-Flops zum nächsten verfügbaren fließenden oder stehenden Gewässer, wo einige wenige Hautkrebtskandidaten in der prallen Sonne wie Bratwürste vor sich hin garen, während der Rest der Badegäste sich in den Schatten von Bäumen und Büschen geschleppt hat. Nach einem ersten Gang ins Wasser setzen ein oder zwei Hirnfunktionen wieder ein und durch den Duft von Grillanzündern hindurch, der am Ufer entlangwabert, entwickeln sich mancherorts sogar nicht gänzlich sinnentleerte Gespräche. Über Grillgut und Grillgutpreise. Über Erfrischungsgetränke. Über aktuelle Temperaturen und Wetterprognosen. Und natürlich: Über die eben beendete Fußballweltmeisterschaft in Südafrika.</p>
<p>Nur beschwerlich guckt hie und da ein einsamer Badegast in eine Tages- oder Wochenzeitung. Die Sonnencreme verklebt Finger mit Druckerschwärze und Papier, die Hitze verkohlt die letzte, verbleibende Konzentration und am Ende liest man doch nur „aus aller Welt“ oder „Panorama“ oder wie die Seite mit den knackigen Belanglosigkeiten auch heißen mag – anstatt des ohnehin mageren Politikteils. Und wer beachtete eigentlich in den vergangenen Wochen die Kurz-Ausgaben der Tagesthemen oder des Heute-Journals, die sich in die Halbzeitpausen der WM-Spiele zwängten? Ganz egal, wie brisant die Meldungen und Beiträge auch sein mochten, ganz egal, wie bedeutsam Marietta Slomka oder Tom Buhrow auch in die Kamera blickte, in jenem Moment ging Fußball-Deutschland geschlossen aufs Klo, holte Bier aus dem Kühlschrank oder drehte die Würstchen auf dem Grill, während stets irgendwer den Fernseher auf lautlos stellte und zu fachsimpeln begann, ob der Schiedsrichter nun berechtigterweise das passive Abseits abgepfiffen hatte oder nicht.</p>
<p>Beschauliche Sommerstimmung im Verbund mit Zauberfußball einer meist unverkrampften DFB-Elf. Ein überaus brisantes Szenario, wären Merkel, Seehofer und Westerwelle tatsächlich Vorsitzende einer <a title="Vgl. spiegel.de" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,600444,00.html" target="_blank">Wunschkoalition</a>, Vorkämpfer für eine gemeinsame Vision oder zumindest für einen überlebensfähigen politischen Kompromiss – und nicht Regierungsmehrheit und Opposition in Personalunion. Wäre die selbsternannte <a title="Vgl. spiegel.de" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,699198,00.html" target="_blank">Wildsau-Gurkentruppe</a> wirklich jenes ominöse monolithische „bürgerliche Lager“, von dem man so lange <a title="Vgl. spiegel.de" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,289042,00.html" target="_blank">schwadroniert</a> hatte, es hätte im bundesdeutschen Fußballtaumel alle Register gezogen und die Situation gnadenlos ausgenutzt. Kaum einer hätte es bemerkt und wenn, wäre er spätestens nach dem formidablen 4:1 gegen England nicht mehr aus dem Sofa gekommen, um sich zu echauffieren. Erst jetzt, nach der WM, hätten die Bürger sich die Augen gerieben. Denn Schwarzgelb hätte den Ausstieg aus dem Atomausstieg festgezurrt, das paritätische Gesundheitssystem zugunsten der unsozialen Kopfpauschale aus den Angeln gehebelt, die Wehrpflicht abgeschafft oder noch einmal verkürzt oder verlängert oder verdoppelt. Man hätte vielleicht sogar das berühmte <a title="Vgl. tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/wahl/parteien/fdp218.html" target="_blank">„niedrigere, einfachere und gerechtere Steuersystem“</a> diskutiert, wenn auch nur um festzustellen, dass es zwar nicht niedriger aber zumindest einfacher ginge – und gerechter eben nur insofern, als dass die FDP-Klientel sich freuen dürfte.</p>
<p>Gut. Sie haben uns einen Bundespräsidenten aufgehalst, der <a title="Vgl. verlinktes Video auf tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/inland/bundespraesidentenwahl194.html" target="_blank">„Vaterland“</a> sagt, ohne rot zu werden. Sie haben eine „Gesundheitsreform“ zusammengeschwurbelt, die eigentlich nur eine <a title="Vgl. tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/inland/gesundheitsreform200.html" target="_blank">Beitragserhöhung</a> ist. Sie haben ein sinnfreies und unsoziales Stipendienprogramm durch den <a title="Vgl. tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/inland/studenten130.html" target="_blank">Bundesrat</a> geprügelt und sich gleichzeitig eine ohnehin mickrige Bafög-Erhöhung dankend von den Länder-Delegierten zerlegen lassen. Und sie üben sich in Taschenspielertricks, indem sie Hartz-IV-Empfängern das <a title="Vgl. tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/inland/sparbeschluesse100.html" target="_blank">Elterngeld</a> streichen, dadurch 400 Milionen Euro einsparen, nur um dann dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu entsprechen und 480 Milionen Euro für Kinder von Hartz-IV-Familien <a title="Vgl. welt.de" href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article8315214/Von-der-Leyen-verteidigt-Geld-fuer-Hartz-IV-Kinder.html" target="_blank">einzuplanen</a>.</p>
<p>Und doch, jetzt wo Fußballweltmeisterschaft und Politik sich gleichermaßen ins Sommerloch verabschiedet haben, kratzt man sich verwundert am Kopf und fragt sich: Das war schon alles? Eigentlich ist es weder meine Art noch meine Aufgabe, aber man kann die Noch-Bundesregierung nur loben: Sie hat weniger Schaden angerichtet, als sie sich vorgenommen hatte und als sie, rein rechnerisch, hätte umsetzen können. Trotz der hervorragenden Ablenkung der Öffentlichkeit durch die WM. Dafür, liebe Bundesregierung, vielen Dank.</p>
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		<title>Ewige Stadt V &#8211; Abschied</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 15:54:02 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-06.1.JPG"><img class="  " title="Männermode um 312 n.Chr." src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-06.1.JPG" alt="Männermode um 312 n.Chr." width="400" height="598" /></a><p class="wp-caption-text">Männermode um 312 n.Chr.</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-06.2.JPG"><img class="   " title="Oliven" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-06.2.JPG" alt="Oliven" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Oliven</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-06.3.JPG"><img class="  " title="Römisches Pflaster" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-06.3.JPG" alt="Römisches Pflaster" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Römisches Pflaster</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-06.4.JPG"><img class="  " title="Kalorienauslage" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-06.4.JPG" alt="Kalorienauslage" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Kalorienauslage</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-06.5.JPG"><img class="  " title="&quot;Ketzer&quot; von hinten" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-06.5.JPG" alt="&quot;Ketzer&quot; von hinten" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Ketzer&quot; von hinten</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-06.6.JPG"><img class="  " title="Taralli" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-06.6.JPG" alt="Taralli" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Taralli</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-06.7.JPG"><img class="  " title="Noia... (zu dt.: Langeweile, Unannehmlichkeit, Ungemach, Verdruss)" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-06.7.JPG" alt="Noia... (zu dt.: Langeweile, Unannehmlichkeit, Ungemach, Verdruss)" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Noia... (zu dt.: Langeweile, Unannehmlichkeit, Ungemach, Verdruss)</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-06.8.JPG"><img class="   " title="I'm thinking about my doorbell, when you gonna ring it? When you gonna ring it?" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-06.8.JPG" alt="I'm thinking about my doorbell, when you gonna ring it? When you gonna ring it?" width="400" height="598" /></a><p class="wp-caption-text">I&#39;m thinking about my doorbell, when you gonna ring it?</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-06.9.JPG"><img class="  " title="Abschied in Trastevere" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-07-06.9.JPG" alt="Abschied in Trastevere" width="400" height="598" /></a><p class="wp-caption-text">Abschied in Trastevere</p></div>
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		<title>Ewige Stadt IV</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 19:40:51 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.1.JPG"><img class="  " title="Wow! Italian Shops! In Rom!" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.1.JPG" alt="Wow! Italian Shops! In Rom!" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Wow! Italian Shops! In Rom!</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.2.JPG"><img class="   " title="Laterne bei Tiberinsel" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.2.JPG" alt="Laterne bei Tiberinsel" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Laterne (von unten)</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.3.JPG"><img class="  " title="Premere - Push" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.3.JPG" alt="Premere - Push" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Premere - Push</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.4.JPG"><img class="   " title="Gründerzeit-Kaufhaus Nähe Via dei Condotti" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.4.JPG" alt="Gründerzeit-Kaufhaus Nähe Via dei Condotti" width="400" height="598" /></a><p class="wp-caption-text">Gründerzeit-Kaufhaus bei Via dei Condotti</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.5.JPG"><img class="  " title="Hinter Gittern (Villa Borghese)" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.5.JPG" alt="Hinter Gittern (Villa Borghese)" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Hinter Gittern (Villa Borghese)</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.6.JPG"><img class="  " title="Fahrrad am Tiber" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.6.JPG" alt="Fahrrad am Tiber" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Fahrrad am Tiber</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.8.JPG"><img class="  " title="Liebesschloss (Villa Borghese)" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.8.JPG" alt="Liebesschloss (Villa Borghese)" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Liebesschloss (Villa Borghese)</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.7.JPG"><img class="  " title="Verboten (Villa Borghese)" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.7.JPG" alt="Verboten (Villa Borghese)" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Verboten (Villa Borghese)</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.9.JPG"><img class="  " title="Traurige Statue (Patriot auf Gianicolo)" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.9.JPG" alt="Traurige Statue (Patriot auf Gianicolo)" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Traurige Statue (Patriot auf Gianicolo)</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.10.JPG"><img class="  " title="Haus" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.10.JPG" alt="Haus" width="400" height="598" /></a><p class="wp-caption-text">Haus</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.11.JPG"><img class="  " title="Regen in Trastevere" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.11.JPG" alt="Regen in Trastevere" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Regen in Trastevere</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.12.JPG"><img class="  " title="Bastardo del Veneto?!?" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.12.JPG" alt="Bastardo del Veneto?!?" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Bastardo del Veneto?!?</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.13.JPG"><img class="  " title="Katze in Kiste" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.13.JPG" alt="Katze in Kiste" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Katze in Kiste</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.14.JPG"><img class="   " title="Attenti al gatto" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.14.JPG" alt="Urks..." width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Attenti al gatto</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.15.JPG"><img class="   " title="Mondschein" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-09.15.JPG" alt="Mondschein" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Mondschein in Montesacro</p></div>
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		<title>Ewige Stadt III &#8211; Gestrickte Streetart in Via Nazionale</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 13:34:40 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-06.1.JPG"><img class=" " title="Gestrickte Streetart in Via Nazionale, Rom (1)" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-06.1.JPG" alt="Gestrickte Streetart in Via Nazionale, Rom (1)" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Streetart 1</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-06.2.JPG"><img class=" " title="Gestrickte Streetart in Via Nazionale, Rom (2)" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-06.2.JPG" alt="Gestrickte Streetart in Via Nazionale, Rom (2)" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Streetart 2</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-06.3.JPG"><img class=" " title="Gestrickte Streetart in Via Nazionale, Rom (3)" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-06.3.JPG" alt="Gestrickte Streetart in Via Nazionale, Rom (3)" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Streetart 3</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-06.4.JPG"><img class=" " title="Gestrickte Streetart in Via Nazionale, Rom (4)" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-06.4.JPG" alt="Gestrickte Streetart in Via Nazionale, Rom (4)" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Streetart 4</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-06.5.JPG"><img class=" " title="Gestrickte Streetart in Via Nazionale, Rom (5)" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-06.5.JPG" alt="Gestrickte Streetart in Via Nazionale, Rom (5)" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Streetart 5</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-06.6.JPG"><img class=" " title="Gestrickte Streetart in Via Nazionale, Rom (6)" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-06.6.JPG" alt="Gestrickte Streetart in Via Nazionale, Rom (6)" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Streetart 6</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-06.7.JPG"><img class=" " title="Gestrickte Streetart in Via Nazionale, Rom (7)" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-06.7.JPG" alt="Gestrickte Streetart in Via Nazionale, Rom (7)" width="400" height="598" /></a><p class="wp-caption-text">Streetart 7</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-06.8.JPG"><img class="  " title="Gestrickte Streetart in Via Nazionale, Rom (8)" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-06.8.JPG" alt="Gestrickte Streetart in Via Nazionale, Rom (8)" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Streetart 8</p></div>
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		<title>Wulff ist kein Regenschirm</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 00:34:31 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A:link { so-language: zxx } --><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-04.JPG"><img class="alignnone" title="Bürger im Regen" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-06-04.JPG" alt="Bürger im Regen" width="600" height="402" /></a></p>
<p>Jetzt ist es also Christian Wulff. Er soll es werden. Er soll Deuschland, nein, gleich alle Deutschen repräsentieren. Bundespräsident Christian Wulff. Und schon jetzt, wo er noch nicht einmal gewählt ist, wo er noch brav Merkels, Westerwelles und Seehofers Redebeiträge abwarten muss, bevor er selbst sprechen darf, schon jetzt hat er einen Kontrapunkt zu seinem unrühmlich aus dem Amt gestolperten Vorgänger gefunden. Er will nicht „unbequem“ werden, kann kein kantiger Außenseiter sein. Stattdessen <a title="Gesamte Erklärung auf youtube.com" href="http://www.youtube.com/watch?v=aa6H56fgLZc" target="_blank">erklärt</a> er programmatisch: „Ich denke, man kann die Menschen zusammenführen, etwas für den Zusamenhalt unserer Gesellschaft tun, Mut machen, auch Optimismus in schwierigen Zeiten machen.“ Er klingt dabei, als habe er das Amt bereits Monate lang inne. Schwer wiegen die rhetorischen Pausen, schwerer noch der langsame Walzer des Wortrhythmusses. Und doch täuscht sich, wer glaubt, dass bei der Kandidaten-Suche das erste Kriterium tatsächlich die würdevolle, staatstragende Repräsentanz der Bundesrepublik Deutschland gewesen wäre. Weit gefehlt!</p>
<p>Den Beteiligten am eilig vorangetriebenen Entscheidungsprozess der „P-Frage“ ging es kaum darum, den geeignetsten Kandidaten für das höchste Amt im Staate zu finden. Ganz andere Namen hätten da fallen müssen. Der eben erst aus der Präsidentschaft des Bundesverfassungsgerichts geschiedene Hans-Jürgen Papier zum Beispiel. Oder der chancenlose Gegenkandidat von SPD und Grüne, der frühere DDR-Bürgerrechtler und erste Bundesbeauftragte zur Sicherung der Stasi-Unterlagen Joachim Gauck. Über Letzteren schreibt <a title="Artikel auf sueddeutsche.de" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/koehler-nachfolger-wulff-merkels-juengling-1.953688-2" target="_blank">sueddeutsche.de</a>: „Joachim Gauck […] wäre in einer anderen Situation unter stabileren politischen Umständen ein Mann, der viel Rückhalt auch in Union und FDP […] finden könnte. Er verkörpert jenes größere, komplizierte Deutschland, in dem wir seit 1990 leben, allemal besser als ein jüngerer Ministerpräsident aus dem Westen.“ In Wirklichkeit geht es bei Wulffs Nominierung also um etwas, was herzlich wenig mit dem Wohl des Landes zu tun hat, sondern mehr mit dem Wohl der Regierungskoalition. Wulffs Figur wurde von Merkel, Seehofer und Westerwelle nicht auf dem Berliner Schachbrett in Stellung gebracht, damit dieser „etwas für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft“ tut, sondern damit er den Zusammenhalt der regierenden Parteien demonstriert – nach innen wie nach außen. Ihnen soll er „Mut machen, auch Optimismus in schwierigen Zeiten“, niemandem sonst. Was können die Bürger von diesem aus parteipolitischer Räson geborenen Fast-Bundespräsidenten in den kommenden fünf Jahren also erwarten? „Keine anstrengenden geistigen Herausforderungen“, meint <a title="Artikel auf sprengsatz.de" href="http://www.sprengsatz.de/?p=3420" target="_blank">Peter Spreng</a> – und bringt es damit meisterhaft auf den Punkt.</p>
<p>Vielleicht wird er also noch weniger als sein Vorgänger in Erscheinung treten. Dass das überhaupt möglich ist, hätte man angesichts des präsidialen <a title="Vgl. focus.de" href="http://www.focus.de/politik/deutschland/deutschland-wo-ist-koehler_aid_479333.html" target="_blank">Vakuums</a> kurz vor Köhlers verhängnisvollem Abstecher in Afghanistan kaum für möglich gehalten. Aber was soll bei dieser berliner Chaos-Truppe schon Gutes rumkommen?</p>
<p>Eigentlich nichts. <a title="Kopfpauschale auf tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/inland/roesler150.html" target="_blank">Oder nichts Gutes</a>. Und wenn doch mal ein guter Vorschlag im Kabinett Merkel II <a title="Sparpläne auf tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/inland/sparplaene108.html" target="_blank">kursiert</a>, ist es meist einer, der es verdient hätte, viel früher und aus ganz anderen Motiven besprochen zu werden. Die Wehrpflicht war über Jahrzehnte hinweg ein Dorn im Auge jedes auch nur im entferntesten pazifistisch orientierten Menschen. Jetzt soll sie „ausgesetzt“ werden. Um zu sparen. Die LKWs auf deutschen Straßen sind nicht nur für jene Anwohner, die deren Lärm und Feinstaub ertragen müssen, eine Pest, es ist auch schon lange klar, dass nachhaltiger Umweltschutz nur dann vorankommt, wenn mehr Logistik über die Schiene statt über die Straße abgewickelt wird. Und jetzt endlich erwägt man die Ausweitung der LKW-Maut. Um zu sparen. Gleich zu Anfang der Legislaturperiode hatte die FDP jede Glaubwürdigkeit, die trotz Guido Westerwelle an der Partei haften geblieben war, abgestreift, indem sie ein Steuergeschenk an die deutsche Hotelbranche auf den Weg brachte, das sich gewaschen hatte. Jetzt soll es wieder getilgt werden. Um zu sparen. Hätte man es lieber gleich in der Schublade der <a title="FDP-Spende aus Hotelbranche auf tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/inland/parteispende102.html" target="_blank">Lobbyisten</a> vergammeln lassen. Und last but not least: Die angebliche Unkontrollierbarkeit der globalen Kapitalströme erzwinge es, alles platt zu walzen, was deren Abfluss nach Deutschland bremsen könne, hieß das lange gepflegte Credo der Marktradikalen bei CDU und FDP. Jetzt prescht Schwarz-Gelb mit einer Regulierungsmaßnahme nach der anderen vor. Erst die Finanztransaktionssteuer. Dann das <a title="Vgl. tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/kabinett224.html" target="_blank">Verbot</a> von Leerverkäufen. Schäuble erklärt: „Die Märkte rufen geradezu nach mehr Regulierung, damit sie sich nicht selbst zerstören!“ Wäre schön, man hätte das eingesehen, <em>bevor</em> wir die Finanzbranche mit Unsummen subventionieren mussten.</p>
<p>Aber ansonsten sieht es eher mau aus. Und auch die ach so schnelle und geschlossene Entscheidung zur Nominierung Wulffs kann nicht kaschieren, was unter den Augen der Öffentlichkeit ist: Kein Programm, keine Idee, keine Vision trägt diese <a title="Vgl. tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/inland/kriseschwarzgelb100.html" target="_blank">wacklige</a> Koalition. Sie handelt nicht von sich aus, um zu gestalten. Sie wird von der Realität zum Handeln getrieben. Das allein wäre noch nicht katastrophal. Aber sie handelt, mit wenigen Ausnahmen, schlecht. <a title="Kürzungen in Familienpolitik auf zeit.de" href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-06/elterngeld-vaetermonate-einsparungen" target="_blank">Unausgewogen</a>. <a title="Röslers Kopfpauschale auf tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/inland/roesler150.html" target="_blank">Unüberlegt</a>. Und das ist <em>allerdings</em> katastrophal. Deutschland ist schlecht regiert. Der Bürger steht im Regen und die Regierung hat keinen Regenschirm parat. Das ändert kein Köhler und kein Wulff.</p>
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		<title>Zweite Amtszeit entsorgt [UPDATE]</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 17:36:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein Gott, da ist es plötzlich passiert. Köhler ist zurückgetreten. Wegen eines verpatzten Interviews. Er trat begleitet von seiner Ehefrau vor die Presse und sagte, er bedauere, dass seine Äußerungen „zu Missverständnissen führen konnten“, der Vorwurf aber, er befürworte Bundeswehreinsätze, &#8230; <a href="http://www.senfpresse.de/?p=424">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A:link { so-language: zxx } --><a href="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-05-31.2.JPG"><img class="alignnone" title="Müllabfuhr (in Rom)" src="http://www.senfpresse.de/Bilder/post2010-05-31.2.JPG" alt="Müllabfuhr (in Rom)" width="600" height="402" /></a></p>
<p>Mein Gott, da ist es plötzlich passiert. Köhler ist <a title="Köhlers Rücktritt auf youtube.com" href="http://www.youtube.com/watch?v=Pd_YgwdFhsU" target="_blank">zurückgetreten</a>. Wegen eines verpatzten Interviews. Er trat begleitet von seiner Ehefrau vor die Presse und sagte, er bedauere, dass  seine Äußerungen „zu Missverständnissen führen konnten“, der Vorwurf aber, er befürworte Bundeswehreinsätze, die vom Grundgesetz nicht „gedeckt“ seien, entbehre „jeder Rechtfertigung“ und lasse „den notwendigen Respekt“ vor dem Amt des Bundespräsidenten vermissen. Dann erklärte er trocken seinen Rücktritt – mit sofortiger Wirkung. Köhlers Rückzug ist ein historisches Novum. Und er ist schwer nachvollziehbar. Man kann dem Vorsitzenden der Grünen, Cem Özdemir, nur zustimmen, wenn er <a title="Reaktionen auf Köhlers Rücktritt auf spiegel.de" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,697859,00.html" target="_blank">sagt</a>, dass es „ein wesentliches Grundelement der Demokratie ist, dass auch das Staatsoberhaupt nicht sakrosankt gegenüber öffentlicher Kritik ist“. Und gerade Bundespräsident Köhler, der bei seinem Antritt 2004 mutig <a title="Vgl. sueddeutsche.de" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/zweite-amtszeit-von-bundespraesident-koehler-das-unsichere-ist-sicher-1.270695" target="_blank">erklärte</a>, er wolle „notfalls unbequem“ in seinem Amt wirken, hätte Widerspruch und Kritik einstecken können müssen. Ansonsten wäre seine programmatische Ankündigung ja von vornherein verfehlt gewesen. Wer sich streitbar gibt, muss Streit ertragen.</p>
<p>Nach besagtem <a title="...die Senfpresse kommentierte..." href="http://www.senfpresse.de/?p=419" target="_blank">Interview</a> hätte er viele Handlungsoptionen gehabt. Sein Rücktritt war keineswegs zwingend oder alternativlos. Wenn es wahr ist, dass Köhler weiteren Ausdehnungen deutscher Kriegseinsätze <em>nicht</em> das Wort reden wollte, hätte er auch als deutscher Bundespräsident erklären können, dass seine Äußerung verfehlt oder unbedacht waren. Es wäre durchaus nicht verwerflich gewesen, wenn er eingestanden hätte, etwas gesagt zu haben, das derart missverständlich war, dass daraus eine Aussage wurde, die er gar nicht vertreten wollte. Das kann passieren, wenn man übermüdet Interviews gibt. Auch dem höchsten Amtsträger dürfen Fehler unterlaufen – wenn er sie später beiseite räumt.</p>
<p>Stattdessen warf Köhler einfach alles hin. Und kritisierte, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage. Seien Ausdruck von mangelndem Respekt vor dem Amt. Ohne in der Sache das geringste geklärt zu haben. Ohne erläutert zu haben, <em>warum</em> die Vorwürfe haltlos sein sollen. Und inwiefern es Mangel an Respekt ist, an die deutsche Verfassung zu erinnern, wenn offenbar missglückte Sätze lange Schatten werfen. In der Sache hat Köhler uns nicht voran gebracht. Den Diskurs, den er anstoßen wollte und der in einer Demokratie naturgemäß kontrovers verlaufen kann, hat er verweigert. Ohne hämisch sein zu wollen: Einem Horst Köhler hätte man mehr zutrauen können, als einfach davonzulaufen.</p>
<p>[UPDATE] Wie ich im Posting von gestern Nacht schon beschrieben hatte, gab es einen irritierend großen zeitlichen Abstand zwischen Köhlers Interview und der harschen Kritik, die ihm später entgegenschlug. Auf <a title="Artikel auf sueddeutsche.de" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/horst-koehler-und-afghanistan-einsatz-eine-verhaengnisvolle-aufnahme-1.952578" target="_blank">sueddeutsche.de</a> habe ich gerade einen aufschlussreichen Text entdeckt, der erklärt, wie es dazu kam: Die Hörer des Deutschlandfunks, in dem das Interview gesendet worden war, bewegten die Redaktion des Senders offenbar dazu, das Thema erneut aufzugreifen. Erst dadurch fand die umstrittene Äußerung Köhlers im politischen Berlin Gehör. Auch Radio kann 2.0. [/UPDATE]</p>
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