Die Freie Syrische Armee wurde gegründet, um unbewaffnete Demonstranten vor Assads Soldaten zu schützen. Sie zu bewaffnen würde zu einem Ende des Blutvergießens beitragen, denn in welchem Verhältnis die Waffen unter den Konfliktparteien verteilt sind, ist von größerer Bedeutung als ihre schiere Menge.
Mit diesen Worten argumentiert Emir Suljagic in der Zeit für eine Bewaffnung der syrischen Opposition. Suljagic, das ist nicht irgendwer und sein Text kein Produkt journalistischer Kommentar-Routine. Als bosnischer Autor, Publizist und Überlebender des Massakers in Srebrenica, dem im Sommer 1995 Tausende bosnischer Zivilisten zum Opfer fielen, weiß er, wovon er spricht. Und doch fällt es mir, als einem, der sich lange als Pazifist bezeichnet hat, nicht leicht, sein Plädoyer für eine militärische Intervention zu unterstützen. Stoßen mich seine Worte doch gerade auf die Frage, die sich jeder pazifistisch orientierte Mensch hin und wieder stellt, der sich nicht völlig hinter einer Ideologie verschanzt hat. Ob man es sich nämlich in seiner strikten Ablehnung jeglicher militärischer Intervention nicht zu gemütlich eingerichtet hat. Continue reading




